Rumänien will keinen Pilgerort für Rechte
Asche zu Asche und Faschist zu Ungarn
Die Regierung in Bukarest untersagt die Überführung der Urne des rechtsradikalen Autors József Nyírö nach Siebenbürgen. Ungarn kritisiert das Verbot als „barbarisch“.von William Totok
Leserkommentare
31.05.2012 15:09 Uhr
von AKF:
Herr Károlyi hat natürlich völlig recht, danke für die Ergänzungen.
31.05.2012 09:01 Uhr
von Peter Károlyi:
AKF vergass zu erwähnen, dass die Erdély Partei auch antisemitisch war, dass Nyirö im Pfeilkreuzlerrumpfparlament für die Aufhebung der Immunität von Endre Bajcsy-Zsilinszky stimmte, der dann am 24. Dezember 1944 gehängt wurde. Im Januar 1945 machte Nyirö Propaganda für die Szálasi Regierung und für die Fortsetzung des Krieges.
Nach dem Krieg war Nyirö einer der Anführer der Pfeilkreuzler-Hungaristen Emigration.
Warum der Präsident des ungarischen Parlaments die Schnapsidee hatte, diesen (unterdurchschnittlichen Schriftsteller),fanatischen ungarischen Nationalsozialisten und Goebbelsbewunderer wieder in Rumänien feierlich begraben zu lassen, hat mit der Wichtigkeit symbolischer Politik zu tun, eine Regierung die der Bevölkerung nichts zu bieten hat, will wenigstens nationale Emotionalisierung bieten.
Kövér hat sich weit beim Fenster hinausgelehnt, als er die rumänische Regierung in Rumänien als barbarisch und unzivilisiert hinstellte. Er hat sich selbst zum Affen gemacht und seinem Land geschadet.
30.05.2012 10:36 Uhr
von AKF:
Ich frage mich, warum sich in solche Artikel immer wieder Ungenauigkeiten einschleichen müssen...
Nyirő war in der Tat total wirr, und in der entscheidenden Zeit Faschist. Daran ist nicht zu rütteln. Aber Mitglied der Pfeilkreuzler war er nicht, er saß als Abgeordneter der "Siebenbürgerpartei" im Parlament. Auch waren die Pfeilkreuzler, so merkwürdig das klingt, eben NICHT für die Judendeportationen verantwortlich: als sie im Oktober 1944 an die Macht geputscht wurden, hatten die ungarischen Behörden und die SS die Juden (mit Ausnahme der Juden aus Budapest) schon längst deportiert. Das entschuldigt zwar niemanden, ist aber eine historische Tatsache.
Zur Wahrheit gehört auch, dass die Beerdigung auch durch die rumänischen Behörden schon längst genehmigt war. Dadurch, dass die neue rumänische Regierung daraus eine so große Sache gemacht hat, haben sie leider dazu beigetragen, Nyirő "spannender" und postum quasi zu einem Märtyrer zu machen. Der ganze Zirkus hätte sonst außer ein Paar Rechten niemanden interessiert.
30.05.2012 10:08 Uhr
von Btila:
In Ungarn wird überdurchschnitlich viel Alkohol Konsumiert .
Die Depressiven Wahrnehmungsstörungen der Ungarischen Regierung sind zweifellos ein Produkt des Konsums der harten Droge Alkohol .
Drogenberater wären die optimalen vermittler in dieser Thematik und um weitere Gebietsverluste in Zukunft zu vermeiden .
30.05.2012 09:55 Uhr
von schnarrpfe:
"József Nyírö und sein ebenfalls aus Siebenbürgen stammender Kollege Albert Wass (1908–1998), der sich nach 1945 durch Flucht in den Westen dem Todesurteil als Kriegsverbrecher entziehen konnte, gelten heute in Ungarn als vorbildliche Autoren."
Das ist Unsinn. Faschisten lesen überall auf der Welt Faschisten. Deswegen "gelten" diese Autoren noch lange nicht als allgemein "vorbildlich", was auch immer damit gemeint sein mag. Wie in allen anderen europäischen Ländern lesen auch in Ungarn die meisten Menschen gar nicht, und wenn, dann eher nicht Nyírö und Wass.
30.05.2012 09:01 Uhr
von emil:
aus ungarn kommt irgendwie nur geschmackloser humbug. es mutet an, als würde sich dort der abort europas herausbilden O_0