Der Angeklagte Carsten S. entschuldigt sich. Derweil mehren sich Hinweise, dass die Behörden schon früh vom NSU wussten. von Marlene Halser, Andreas Speit

Bereits 2006 soll bei der Sonderkommission „Bosporus“ der Begriff NSU gefallen sein, sagt ein Ermittler aus. Ein Umdenken löste der Hinweis nicht aus. von Marlene Halser, Andreas Speit

Die Befragung des Angeklagten Carsten S. gestaltet sich zäh. S. zeichnet von sich selbst das Bild eines unpolitischen Mitläufers. von Marlene Halser, Andreas Speit

In einem Brief an einen Dortmunder Neonazi schildert Zschäpe ihren Haftalltag und verwendet Nazicodes. Die Nebenkläger wollen den Brief jetzt ins Verfahren einbringen.

Die Ermittler dachten, der NSU habe keine Mitwisser gehabt. Nach überraschenden Aussagen eines Angeklagten im NSU-Prozess ist das nicht mehr haltbar. von Marlene Halser, Wolf Schmidt, Andreas Speit

Im NSU-Prozess will der Angeklagte Carsten S. keine Fragen der Verteidiger seines Mitangeklagten Ralf Wohlleben beantworten. Er will, dass Wohlleben auspackt.

Die Faschisten gewinnen in Frankreich immer weiter an Einfluss. Die Verbindung zum Front National ist ungebrochen. Jetzt will die Regierung handeln. von Rudolf Balmer

Überraschend berichtet Carsten S. über neue Details. Es könnte noch ein weiterer Sprengstoffanschlag auf das Konto des NSU gehen. von Marlene Halser, Andreas Speit

Unter Tränen gibt Carsten S. zu, von Mundlos und Böhnhardt schon zeitig Hinweise auf Mordpläne erhalten zu haben. Seine Aussage könnte Beate Zschäpe entlasten.

Seit Beginn des NSU-Prozesses gab es in München mehrere Anschläge auf linke Einrichtungen. Nun hat die Münchner Polizei drei Verdächtige festgenommen. von Marlene Halser

Das Landgericht Osnabrück verurteilt Daniel Giese wegen Holocaust-Leugnung. Nicht aber wegen eines Songs, der laut erster Instanz die Morde des NSU billige. von Andreas Speit

Der viel kritisierte Richter im NSU-Prozess, Manfred Götzl, beeindruckt mit einer peniblen Vernehmung des wegen Mordbeihilfe angeklagten Ex-Neonazis Carsten S. von Wolf Schmidt

Carsten S. war Funktionär der rechten Szene. Er sagt, er wäre damals der „Kleine“ gewesen, der ausgeführt habe, was ihm von den Kameraden aufgetragen worden sei. von Wolf Schmidt

Die Verteidiger von Beate Zschäpe beklagen, dass wegen der unklaren Rolle der V-Leute und geschreddeter Akten ein faires Verfahren unmöglich sei. von Wolf Schmidt

Er ist der Mann, der dem NSU die Mordwaffe geliefert hat. Nach seinem Coming-Out suchte er ein neues Leben. Viele Jahre später holt ihn die Vergangenheit ein. von Wolf Schmidt

Experten der Bund-Länder-Kommission fordern mehr Kontrolle des Verfassungsschutzes. Auch soll die Bundesanwaltschaft gestärkt werden. von Christian Rath

Bereits im Jahr 2000 sprach der sächsische Verfassungsschutz im Zusammenhang mit dem NSU-Trio von „Terrorismus“. Das wird unterschiedlich bewertet. von Sebastian Erb

Nach einem Medienbericht ist in München die Kanzlei eines NSU-Opferanwalts mit Fäkalien beschmiert worden. Zudem gab es weitere Angriffe mutmaßlich Rechter.

Die Mitglieder des NSU-Untersuchungsausschusses stellen den Sicherheitsbehörden ein miserables Zeugnis aus. Sie sprechen von einem „Totalversagen“. von Sebastian Erb

Der vierte Tag im NSU-Prozess ist vorbei. Und noch immer ist kein Angeklagter zu Wort gekommen. Stattdessen geht es um die Hackordnung. Jetzt sind erst einmal Pfingstferien. von Wolf Schmidt

Zwei Angeklagte im NSU-Prozess wollen aussagen. Zudem entschieden die Richter, dass es keinen eigenen Prozess für den Bombenanschlag in der Kölner Keupstraße geben wird.

70 Sitzungen, fast 100 Zeugenvernehmungen und 11.667 Aktenordner. Der NSU-Ausschuss beendet seine Arbeit – mit 10 signifikanten Ergebnissen. von Wolf Schmidt

Erhöht sich die Zahl der Nebenkläger wegen des Kölner Nagelbombenanschlags im Jahr 2004 weiter, könnte dieser Tatbestand vom Münchner Verfahren separiert werden. von Wolf Schmidt

Die Anwältin des wegen Beihilfe zum Mord angeklagten Ralf Wohlleben beantragt, den Prozess einzustellen. Geheimdienste seien in die Taten verwickelt. von Wolf Schmidt

Nach weiteren Verzögerungen im NSU-Prozess ist am Dienstag die Anklage gegen Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Terrorhelfer verlesen worden. von Wolf Schmidt

Der Verfassungsrechtler Osman Can findet den Richter souverän und korrekt. Der Schmerz der Opferangehörigen stehe dahinter zurück.

Heer, Stahl und Sturm: Die Anwälte von Beate Zschäpe werden beim NSU-Prozess die Indizienkette der Anklage infrage stellen. von Wolf Schmidt

Auch ein zweiter Berliner V-Mann hatte wohl engere Bezüge zur NSU-Umgebung als bekannt. Die Opposition attackiert die „Geheimhaltung“ der Innenverwaltung. von Konrad Litschko

Beate Zschäpe ist wegen zehn Morden angeklagt. Zum Prozessauftakt vor dem Münchner Gericht gibt sie sich abgeklärt und kühl. von Wolf Schmidt

Zschäpes erster Auftritt bei dem historischen Münchner Prozess ist kein Zufall, sondern berechnend. Die Fassade der Seriösität ist lange geübt. von Rene Hamann
Fast 13 Jahre lang konnte die Gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ unbemerkt mordend und raubend quer durch Deutschland ziehen.
Ein Pferd beim Plantschen, jede Menge Mangos und Herr Müller-Lüdenscheidts Alptraum. Unsere Bilder der Woche.

Körperfülle, Farben, Bärte oder Buchstaben. Gehörlose haben eindeutige Bezeichungen für Politiker.

Die Demonstranten in Istanbul sind hartnäckig. Trotz harter Polizeieinsätze verharren sie auf dem Taksim-Platz.

Demonstranten auf dem Taksim-Platz, Wasser auf dem Autobahnkreuz, Nadeln auf dem Tiger. Unsere Bilder der Woche.


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